21.04.2009 - Fundraising-Journal: Blog zu Fundraising-Themen
02 July
2006

Gates ante Portas

Buffet verdoppelt Gates Stiftung auf 60 Mrd

Ob es jetzt der grösste Fundraising-Erfolg oder eher der PR-trächtigste Steuertrick aller Zeiten ist, zu reden gab Warren Buffets gemeinnütziges Mega-Engagement allemal: Mit 30 Milliarden Dollar verdoppelte er vergangene Woche das Vermögen der "Bill & Melinda Gates Foundation". Zwar hat sich damit nichts an der Tatsache geändert, dass der philantropische Ableger des Microsoft-Gründers die grösste Stiftung der Welt ist, aber der Coup schürt neue Ängste (und alte Kritiken): "Wird Gates' Stiftung zu mächtig?" titelt heute die Welt am Sonntag. Fraglos direkt formulierte der Spiegel am Montag im Wirtschaftsteil: "Buffett macht Gates-Stiftung zur Supermacht". Man ist hin- und hergerissen, zwischen einem pragmatischen Schulterzucken - "Besser so als gar nicht" - und dem hehren Wunsch, der Milliardär hätte an eine etwas demokratischere Organisation gedacht. Was Buffet mit seinen Wallstreet-Milliarden angerichtet hat, wird sich zeigen.

Wer sich selber ein Bild machen will, wie es um Vergaberichtlinien und finanzielle Transparenz der Foundation steht, liest die Auswahlkriterien für Anträge oder hier den Jahresbericht 2005 (Achtung: Alle Angaben "In thousands", obwohl man sich leicht um 3 Stellen täuschen könnte). Wer sich mehr für den etwas näher liegenden Schweizer Grossspenden-Markt interessiert, findet in der Weltwochen-Umschau 23/06 einen - hoffentlich gut recherchierten - Überblick.

Einzig wegen der Konkurrenz muss man sich als Fundraiser keine allzugrosse Sorgen machen: Man nehme keine Gelder vom allgemeinen Publikum, schreibt die Organisation in ihrem FAQ.


Posted by sgrosjean at 12:19 | Comments (0) | Trackbacks (0)
26 July
2006

Sommerlochgeschichte

Tagesanzeiger zu Direct Dialog

Ich habe mich schon gefragt, ob Fundraising dieses Jahr KEIN Sommerlochthema sei ... schliesslich waren in den letzten Jahren Fundraiser meist wenigstens eine der Zielscheiben für hitzemüde Journalisten. Aber doch: Heute berichtet der Tages-Anzeiger auf Seite 15 "Hilfswerke setzen auf umstrittene Methode", gemeint sind die Strassenstandaktionen, bei denen - je nach Standort - Lastschriftverfahren gesammelt werden. Aber der Artikel ist brav und ausgewogen: die ZEWO kommt zu Wort, auch der Leiter der grössten Direct Dialog Agentur  :-)) , und wo wer LSV sammeln darf. Von Skandal weit und breit keine Spur - ausser allenfalls im Titel. Sommerloch sei dank!


Posted by grosjean at 10:33 | Comments (0) | Trackbacks (0)