10 June
2006
Accountability Charter
Oesterreichs NGOs bauen am Spendervertrauen
Elf
NGOs in Oesterreich haben einen
gemeinsamen Verhaltenskodex unterzeichnet. Die Accountability Charter
legt Standards an Offenheit und ethischem Verhalten bezüglich Berichtswesen,
Fundraising und Kampagnenführung fest. Auf den ersten Blick scheint das
Dokument (english) weitaus weniger detailiert als bsp. die entsprechenden ZEWO-Richtlinien. Ein
längerer Artikel wie die Frage der NGO-Rechenschaftslegung in den USA mit GuideStar gehandhabt wird, findest sich
bei
Fundraising.de
21 June
2006
Major-Donor-Fundraiser erhalten attraktive Konkurrenz
Nach der ETH professionalisiert auch die Uni Zürich ihr Fundraising
Ab nächstem Jahr wird es auch an der Uni Zürich eine Stelle für
professionelles Grossspenden-Fundraising geben, so die NZZ. Anlass für
die Meldung war anscheinend eine Schenkung von 12 Mio. Franken der Zürcher
Kantonalbank zugunsten des Sportzentrums im Hochschulcampus Science City.
Ähnlich wie bei der ETH, welche mit der ETH-Foundation bereits seit zwei
Jahren ein Fundraising-Standbein für den Erwerb privater Gelder hat, liegt
der Anteil der Drittmittel bei der Universität Zürich bei rund 17% - mit
starken Wachstumstendenzen in den letzten Jahren. Bleibt zu hoffen, dass die
erwünschte Unabhängigkeit vom Staat nicht andernorts zu unerwünschten
Abhängigkeiten führt und dass gemeinnützige Anliegen in weniger attraktiven
Themenbereichen dabei nicht unter die Räder geraten.
24 June
2006
Opfer der Bevölkerung
1.-August-Abzeichen
Das diesjährige 1.-August-Abzeichen zeigt ein Schweizer Kreuz auf einem stilisierten Baumblatt, so der Tagi heute morgen. Die Stiftung Pro Patria wolle damit einen Fonds zur Erhaltung historischer Gärten und Parkanlagen einrichten. Das bald 100-jährige Projekt wurde 1909 als "Schweizerisches Bundesfeierkomitee" gegründet mit der Absicht "den Tag der Bundesfeier durch ein gemeinsames Opfer der ganzen Bevölkerung zu bereichern". Drei Millionen Franken spielt die Kampagne der ZEWO-zertifizierten Organisation jährlich ein, wie die Homepage bekannt gibt. Dort kann man die Abzeichen und Briefmarken auch bestellen. Es sei denn natürlich, man wartet lieber darauf, dass ein süsser Knopf aus der Primarschule an der Haustüre klingelt, um mit mehr oder weniger grossem Ernst ein Abzeichen an die Frau resp. den Mann zu bringen. Mein persönliches Opfer zugunsten unseres Landes wird auch dieses Jahr wieder der Willkür der ehrenamtlichen Sammlerinnen überlassen - ein Formular um online zu spenden, gibts auf der Homepage der Pro Patria nämlich nicht.